Waldbauliche Behandlung der Lärche

In diesem Artikel sind stichwortartig die Empfehlungen für die waldbauliche Behandlung der Europäischen Lärche aus verschiedenen Quellen zusammengetragen mit dem Ziel Wertholz zu erzeugen.  Die Lärche ist eine extreme Lichtbaumart und weist ein rasantes Jugendwachstum auf.

Kurzzusammenfassung der Empfehlungen

Produktionsziel

  • Standardware > 45 cm BHD oder Wertholz > 60 cm BHD
  • Mindestens 6 m astfreie Länge
  • Diese Ziele sollten auf mittleren und guten Standorten innerhalb von 60 – 100 Jahren erreicht werden.

Wertästung

  • Allgemeine Informationen zur Wertästung sind hier zu finden.
  • Eine Trockenastung kann ganzjährig vorgenommen worden. Bei Grünastung ist der Zeitraum zwischen Winterende und Beginn der Vegetationszeit oder nach Abschluss des Längenwachstums (Juni/Juli) für die Wundreaktion und Überwallung am günstigsten.
  • 1. Astung bei einer Oberhöhe zwischen 6 und 8 m auf 3 m.
  • 2. Astung bei einer Oberhöhe 8 und 12 m.

Durchforstung

  • Z-Bäume werden ab einer Oberhöhe 10 – 12 m ausgewählt und gefördert.
  • Das Höhen- und Durchmesserwachstum ist zwischen dem Alter 15 – 25 maximal, in dieser Phase sollte die Lärche Licht von allen Seiten bekommen.
  • Von früher Jugend an sollte daher die Krone freigestellt sein.
  • Auf eine ausreichende Kronenlänge achten. Bei BHD 20 cm sollte die Kronenlänge 3/4 der Baumlänge betragen.
  • Bis zu einer Oberhöhe von 20 m wird stark durchforstet, später nur noch schwach.
  • In der Durchforstungsphase muss die Lärche immer komplett freigestellt sein – keine Kronenberührung mit anderen Bäumen.

Abb.: Geastete Lärche

Links zur weiteren Lektüre:

LWF Wissen – Beiträge zur Europäischen Lärche
Waldbau mit Lärche auf waldwissen.net
Baumporträt der Lärche auf waldwissen.net

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